Geschichte



Entstehung und Geschichte des Tennisclub Heuckewalde
 
 

Der Tennis-Club Heuckewalde e.V. wurde im Jahr 1993 gegründet.
Zu diesem Zeitpunkt existierte nur der Fußballverein als einziger Sportverein in Heuckewalde. Zur Gründungsversammlung waren 32 Mitglieder anwesend, beschlossen eine Satzung des Vereins und wählten als ersten Vorsitzenden Gerd Fischer und als zweiten Vorsitzenden Steffen Kühn. Aufgrund des relativ geringen Angebotes an Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung fand der TCH sehr rasch einen großen Zuspruch. Der Vereinsausschuss einigte sich allerdings darauf, dass weitere Bewerbungen für die Mitgliedschaft nicht berücksichtigt werden konnten, da es in Heuckewalde noch keinen Tennisplatz gab.






Aufgrund dieser großen Beliebtheit des Tennissports in Heuckewalde und in der näheren Umgebung war es notwendig, schnellstmöglich eine Tennisanlage in Heuckewalde zu errichten. In Absprache mit der Gemeinde Heuckewalde, dem Fußballverein und dem Tennisverein wurde schnell ein geeignetes Grundstück gefunden, auf dem es möglich war, eine Anlage mit 2 Tennisplätzen zu errichten. Als Bauplatz bot sich ein Gemeindegrundstück an, welches zu der Zeit nicht genutzt wurde und in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes lag. Dieses Grundstück erwies sich doch als zu klein, um eine Tennissportanlage von immerhin 37 x 37 m zu errichten. Deshalb musste von der Gemeinde Land getauscht und vom Nachbargrundstück ein Teilstück durch die Gemeinde erworben werden. Deshalb gilt hier den Familien Werner Karius und Horst Diener, die dem TCH in dieser Frage uneigennützig entgegenkamen, herzlichster Dank. Mit der Gemeinde wurde daraufhin ein langjähriger Pachtvertrag abgeschlossen. Im April 1993 wurde vom Tennisclub der Bauantrag zum Bau einer Tennissportanlage gestellt.






Schon im Mai 1993 erteilte das Bauordnungsamt des damaligen Landratsamtes Zeitz die Baugenehmigung. Leider konnte 1993 noch nicht mit der Baumaßnahme begonnen werden, da der Antrag des TCH auf Förderung einer Vereinssportstättenbaumaßnahme durch das Land Sachsen-Anhalt wegen fehlender finanzieller Mittel nicht berücksichtigt werden konnte. Ohne Fördermittel war der TCH nicht in der Lage, dieses finanzintensive Projekt durchzuziehen. Trotzdem wurde das Jahr 1993 von den optimistischen Mitgliedern genutzt, durch freiwillige Arbeitseinsätze die Baufreiheit zu schaffen. Für das Jahr 1994 wurde erneut ein Antrag auf Fördermittel beim Landessportbund Sachsen-Anhalt e.V. gestellt. Im Januar 1994 zählte der TCH nun schon 51 Mitglieder.
Im März 1994 ging dann auch der Bewilligungsbescheid zur Förderung der Sportanlage beim TCH ein. Von der Sparkasse Zeitz-Hohenmölsen wurde dem Club ein Kredit gewährt, so dass dem Beginn der Baumaßnahme nichts mehr im Wege stand.
Der Vereinsausschuss fasste daraufhin den Beschluss, die Bauleistung auszuschreiben, mit der Bedingung, diese bis zum 31.08.1994 abzuschließen.






Zu den vorbereitenden Maßnahmen durch den Tennisclub gehörten umfangreiche Eigenleistungen. Als erstes wurde eine Brücke über die Schnauder gebaut, um die Zufahrt für Baumaschinen und Geräte zu gewährleisten. Beim Abtragen des Oberbodens erwiesen sich die darunter liegenden Schichten als nicht trag- und verdichtungsfähig. Deshalb war es erforderlich, eine tragfähige, wasserdurchlässige Schicht von ca. 40 cm aufzubringen. Diese Maßnahme wurde in den Monaten Mai - Juni 94 von ca. 15 Mitgliedern des TCs in mühevoller Kleinarbeit und unzähligen freiwilligen Stunden und mit der Unterstützung der Firma Wesser-Beton Pölzig durchgeführt.
Die Firma "Werner Hardt" begann dann am 11.07.1994 mit der Baumaßnahme und schloss diese vertragsgemäß 31.08.1994 ab. Auch in dieser Zeit wurde diese Firma tatkräftig von den Mitgliedern des TC unterstützt.
Im September war es dann endlich soweit. Die ersten grün-gelblichen Bälle konnten über das Netz geschlagen werden.
Der Zeitraum 1995 - Anfang 1996 wurde trotz Spielbetriebes genutzt, rings um die Tennissportanlage Aufräumarbeiten und weitere Verschönerungsarbeiten durchzuführen. So wurde z.B. eine Beleuchtungsanlage durch die Firma Elektroanlagen Bajorat installiert, die Wege befestigt, alte Bäume gerodet und neue angepflanzt. 1996 zählte der Tennisclub nun schon 100 Mitglieder, Tendenz steigend. Diese Zahl bescheinigt allen, welche die Idee und den Mut dazu hatten, eine Tennissportanlage in ein Dorf wie Heuckewalde zu bauen, dass auch hier der Tennissport eine Heimat haben kann.